30. März 2020

Das TAN-Verfahren: sicher und stressfrei bezahlen

Dank Online Banking haben wir jederzeit die Möglichkeit, unsere Rechnungen bequem von zu Hause aus zu bezahlen. Wichtig ist natürlich, dass das Überweisen via Internet technisch möglichst sicher und einfach ist. Zusätzlich zu einer speziellen Benutzerkennung und einem selbstgewählten Passwort bieten viele Banken zum Beispiel das TAN-Verfahren an. Mittels Transaktionsnummer, oder kurz TAN, wird eine Zahlung anhand eines sechsstelligen Codes verschlüsselt. Während man vor sechs Jahren noch auf unübersichtlichen Papier-Listen die richtige TAN suchen musste, ist der Vorgang heute digital und damit deutlich bequemer.

TAN-Verfahren: so funktioniert es

Schritt 1:

Loggen Sie sich in Ihrem Online-Konto ein. Nachdem Sie alle Daten für eine Überweisung angegeben haben, fordern Sie eine TAN an. Diese sendet Ihnen Ihr Finanzinstitut innerhalb weniger Sekunden auf Ihr TAN-Gerät oder Smartphone. Bei der TAN per SMS, auch mTAN genannt, erhalten Sie neben der Transaktionsnummer zusätzliche Informationen wie den Überweisungsbetrag, die Kontonummer des Empfängers und um welche Uhrzeit Sie die Nummer erhalten haben.

Schritt 2:

Sie haben nun fünf Minuten Zeit, die TAN einzugeben und zu bestätigen. Überprüfen Sie alle Angaben in Ihrer Überweisung, um sicher zu gehen, dass Empfänger und Betrag stimmen.

Schritt 3:

Tippen Sie anschließend die TAN ein, um den Vorgang abzuschließen. Aus Sicherheitsgründen verfällt die Nummer, sobald Sie diese für eine Transaktion verwendet haben oder besagte fünf Minuten vorüber sind.

Was passiert, wenn Sie die falsche TAN eingeben?

Tippen Sie die Nummer dreimal hintereinander falsch ein, sperrt die Bank die TAN und führt zunächst keine Aufträge mehr aus. Sie erhalten sofort einen entsprechenden Hinweis in Ihrem Online Banking-Account. Nur Ihre Bank kann die Sperrung in der Regel wieder aufheben.

Wer haftet für Schäden beim Online Banking?  

Als Kunde sind Sie grundsätzlich über Ihre Bank abgesichert. Jedoch müssen Sie sicherstellen, dass Sie nicht leichtsinnig handeln. Auf die Sicherheit Ihrer selbst ausgewählten Hard- und Software hat Ihre Bank keinen Einfluss. Damit die von Ihrer Bank vorgesehenen Sicherheitsvorkehrungen nicht durch Manipulation aus dem Internet umgangen werden können, müssen auch Sie Vorkehrungen zum Schutz treffen.

Darauf sollten Sie achten:

  • Installieren Sie ein Antivirus-Programm auf dem Gerät, das Sie für das Online Banking nutzen und halten Sie es aktuell. Das gleiche gilt für das Betriebssystem. Es sollte immer aktuell sein. Auch eine persönliche Firewall gehört zum Sicherheitspaket dazu.
  • Sie sollten immer darauf achten, dass die Zugangsdaten nur eingegeben werden, wenn Sie sich auf der geschützten Seite der Bank befinden und eine verschlüsselte Verbindung besteht. Das lässt sich unter anderem daran erkennen, dass die Internetadresse der Bank mit https:// beginnt.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Online Banking-Passwort sicher ist. Tipps finden Sie zum Beispiel beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
  • Für Bankgeschäfte benutzen Sie am besten Ihr eigenes Gerät. Ein fremdes Gerät oder ein PC in einem Internetcafé sollten Sie meiden. Achten Sie darauf, nicht in öffentlichen Netzwerken – wie etwa der Bibliothek oder im Café – auf das Online Banking zuzugreifen. Hacker kommen dort leichter an Ihre Daten.
  • Gehen Sie vorsichtig mit Ihren Zugangsdaten um. Dazu gehört auch, dass Sie Nutzerkennung und Passwort nicht etwa per WhatsApp oder Mail versenden.
  • Überprüfen Sie jede Überweisung genau, damit das Geld am Ende auf das richtige Konto gelangt.
  • Wollen Sie eine Überweisung nicht über Smartphone tätigen, können Sie alternativ einen TAN-Generator verwenden. Diesen stellt Ihnen Ihre Bank gegen eine Gebühr zur Verfügung.
  • Sollten Sie Karte oder TAN-Generator verloren haben, melden Sie dies sofort bei Ihrer Bank.

Was passiert mit gestohlenen Daten?

Erlangen Fremde Zugriff auf Ihre Online Banking-Daten, können sie erhebliche Schäden anrichten. Hacker können unter anderem Transaktionen von Ihrem Konto aus steuern. Überprüfen Sie daher unbedingt regelmäßig Ihre Kontoaktivitäten. Treten Unstimmigkeiten auf, sollten Sie umgehend Ihre Bank informieren. Vermuten Sie, dass ein Unbefugter die geheimen Zugangsdaten (z. B. PIN oder TANs) kennt, sollten Sie den Online-Zugang zum Konto sofort sperren lassen. Weitere Informationen zu gestohlenen Daten, Folgen und Ihren Rechten als geschädigte Person erhalten Sie zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale.

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