Einlagensicherung

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH

Einlagen von Privatpersonen, Personengesellschaften und kleinen Kapitalgesellschaften bis zu einer Höhe von maximal 100.000 € deckt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) ab. Gemäß Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) gehören deutsche Banken, welche das Einlagengeschäft in privater Rechtsform betreiben, der Entschädigungseinrichtung qua Gesetz an.

Freiwilliger Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken

Darüber hinaus können die privaten Banken freiwillig im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. mitwirken. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds beginnt dort, wo die Sicherung der EdB aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Institutes die Einlagenteile, welche die 100.000 Euro-Grenze übersteigen, bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze. Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also auch die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.  Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.

Seit dem 1. Januar 2015 entspricht die Sicherungsgrenze 20 % des haftenden Eigenkapitals.  Das Mindesteigenkapital einer Bank liegt in Deutschland bei  5 Mio. €. In diesem Fall wären also bereits pro Anleger 1 Mio € geschützt. Abweichend hiervon beträgt die Sicherungsgrenze für neu aufgenommene Institute bis zum Ende des dritten vollen Kalenderjahres ihrer Mitwirkung am Einlagensicherungsfonds grundsätzlich nur 250.000 €.

» Weitere Informationen

Die Mitgliedsinstitute des Bayerischen Bankenverbandes sind mit wenigen Ausnahmen der Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Die Münchener Hpothekenbank eG gehört zum Beispiel dem Einlagensicherungssystem des Genossenschaftsbereichs, die FIDOR Bank AG und die deutsche Kontor Privatbank AG der gesetzlichen Einlagensicherung und die AutoBank AG, die UBI Banca International S.A. die Südtiroler Sparkasse AG die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG und die Svenska Handelsbanken AB (publ.) ihren Heimateinlagensicherungen an.

Die Sicherungsgrenzen der einzelnen Banken, die am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mitwirken, können im Internet abgerufen.

» Sicherungsgrenze abrufen

oder schriftlich angefragt werden unter:
Bundesverband deutscher Banken e. V., Postfach 040307, 10062 Berlin.

Auf der entsprechenden Webseite des Bundesverbandes deutscher Banken können zugleich Antworten auf "Häufig gestellte Fragen zur Einlagensicherung" eingesehen werden.